ULF unterwegs in Dortmund ;-)

Der Vermieter mahnte an, dass man den Sperrmüll, der sich im Kabuff angesammelt hatte, wegbringen solle. Außerdem waren beide Getränkekästen leer: ein Fall für den ULF, das Unnaer Lastenrad.

Warmes und heißes Wetter macht durstig: die erste Tour von ULF ging also zum Getränkemarkt.

Von Unna nach Dortmund kam der ULF übrigens mit der S-Bahn ab Unna-Massen, weil es dort einen ebenerdigen Gleis-Zugang gibt. Bis man das erst mal herausfindet! 

Immer habe ich nicht die Zeit, die 18 km nach Dortmund zu radeln. Man muss ein paar Male entweder eine Bundesstraße oder Bahnlinie überqueren; auch mit der stufenlosen NaVinci-Schaltung eine Herausforderung, die Zeit benötigt.

Kaum eine Leerfahrt gab es dieses Mal mit dem Unnaer Lastenrad. Auf der Rückfahrt von Unna Getränke kaufen, dann Leergut einladen, abgeben und, weil es gerade ein Termin war, bei der Friseurin vorbei schauen. Die fand das Lastenrad cool. Ihr Hund wollte aber nicht mitfahren… er ist eher die Sorte „Grumpy Cat“, die jede-/n Kunden/Kundin anschaut, um sich gleich wieder umzudrehen. 

Ich habe das Radendlich mal ein Parkplatz frei in unserer Straße, die immer so furchtbar zugeparkt ist! – frech stehen lassen und an den Pfosten auf den Baumscheiben angeschlossen. Nachts stand es im Schuppen im Innenhof.

 

 

„Oh, ein Fahrrad!“ Diesen erstaunten Ausspruch hörte ich, als ich mit dem ULF zum Recyclinghof in Dortmund-Wambel fuhr. Nicht jedes Mal hat man einen dicken Fernseher oder alten Küchenschrank, den man wegbringen muss; der Elektroschrott passte in eine Satteltasche und die Kartons, ein angebrochener Teller und Porzellankaffeefilter u.a. in die Ladefläche von ULF. 

FunFact: Schwungvoll zu bald abgebogen, war ich auf der LKW-Einfahrt gelandet :-P, kehrte aber gleich um. Die Herren im EDG-LKW staunten nicht schlecht, konnten sie von ihrer erhöhten Fahrerhausposition gut dem Treiben im Recyclinghof zuschauen… ein einziges Lastenrad unter lauter Autos und Transportern.

Auch wenn man nicht unbedingt immer für alles ein Lastenrad braucht, ist es doch recht praktisch, weil man nicht so sehr auf das Packmaß achten muss. 

Am Montag abend hatte meine Band, das JazzEnsemble der TU Dortmund, einen Auftritt bei der MondayNightSession im Jazzclub domicil Dortmund. Geige und Tasche passten hervorragend auf die Ladefläche…

Die von mir ausgesprochene Mitfahrgelegenheit wurde von Kollegen nachher aber (leider) abgelehnt…  

Pause auf der Rückfahrt vom Recyclinghof…

Innerhalb des Industriegebiets fährt sich erstaunlich entspannt. 

Aber wehe, man ist dann wieder auf eine der breiteren Hauptstraßen… bis man wieder in den gemeinsamen Rad- und Fußweg beim Bahnbetriebswerk „Im Spähenfelde“ einbiegt. 

Zwar ist eine Konzertkarte nicht so schwer und groß, dass man ein Lastenrad für deren Transport braucht… aber wenn ich das Rad schon mal dabei habe….. 😉 

Am Mittwoch, den 3. Juli 2019 war das 10. Philharmonische Konzert der Dortmunder Philharmoniker im Konzerthaus Dortmund.

Ja, der ULF wollte unbedingt auch das Unigelände sehen… also gut, dann Sportsachen aufgeladen und Dienstag abend mit ULF zum Training beim Hochschulsport gefahren. 

Am Friedensplatz, wo das Rathaus steht, kommt man dann auch vorbei.

 

 

 

 

…und dann war ULF, das Unnaer Lastenrad wieder in Unna… dieses Mal wieder mit der S-Bahn, ab Unna-Massen dann wurde bis zur Radstation am Unnaer Bahnhof geradelt. Durch einen Fehler beim Abbiegen (komoot hatte doch Recht gehabt?) musste ich leider die Massener Straße nehmen, die kein Spaß zum Radfahren ist.

Siebengescheite Autofahrer wollten mich durch ihr lautes Geplärre auf den „Radweg“ schicken, der nur ein Handtuchstreifen ist und eine wellige Oberfläche hat. Zeitweise fuhr ich aber auf der Straße. Traurig, dass Deutschland immer noch ein Autoland ist. 

Text und Fotos: Angelika Steger, Dortmund, 2019.